Informationsveranstaktung Hören-Konzentrieren, Langeland/ SendenInformationsveranstaltung für Eltern zur gesunderhaltenen Medienerziehung im DRK Familienzentrum Langeland

Johannes Wentzel, Medienpädagoge des Grimminstitutes Marl/ Landesanstalt für Medien NRW brachte auf unterhaltsamer Weise den interessierten Eltern den "Höralltag" von Kindern näher. Gemeinsames Ziel des Medienpädagogen und des Erzieherteams des DRK Familienzentrums ist es Eltern und Begleiter von Kindern die so bedeutende Hörkompetenz ihrer anvertrauten Kinder zu fördern und mit altersgemäßen Hörerlebnissen gesund zu erhalten. Mit vielen Hörbeispielen unterlegt, bot der Vortrag Nähe zum eigenen Erlebnis-und Erfahrungsfeld der Anwesenden, nahm Sorgen und Ängste auf und setzte sie in Relation zu individuellen Hörverhalten und individueller Mediennutzung.
Erstaunt nahmen die Eltern bewusst zur Kenntnis welche große Vielfalt an Medien in den eigenen Haushalt zur Verfügung stehen und durchaus von Kleinstkindern mitgenutzt werden. Wie wichtig es ist, dem Ohr auch gezielt Ruhezeiten zu geben, um das Gehörte auch verarbeiten und nutzen zu können, wurde an dieser Stelle erst für Viele richtig bewusst.

(Text und Foto: Franetzki)

 


Denn insbesondere die neuesten Studien beschreiben immer mehr Kinder und Jugendliche mit Konzentrationsstörungen und ein Mangel an Bereitschaft sich im Lebensalltag einzubringen. Dieses Abstumpfen kann eine Hörschädigung aber auch Resultat von unkontrolliertem, zu lautem Dauer-Medienkonsum sein, sowie der ungenutzten Möglichkeit, sich über das "Gehörte" mit Eltern, Großeltern und Freunden zu unterhalten, eigene Gedanken zu formulieren und für sich "Sinnhaftes" als bereichernd zu erleben. Die Gefahren und Gefährdungen durch tägliche Umweltbelastungen auf das Ohr wurden nochmals besonders deutlich in einem Hörbeitrag, der altersbedingte Schwerhörigkeit mit dem Hörvermögen junger Menschen verglich, die durch falsche Nutzung von
Kopfhörern, Spaß an lauten Tönen im Kindesalter ihr Gehör geschädigt hatten. Die Tatsache, dass die Hörschäden nicht immer sofort zum Tragen kommen, sondern oft im Alter ab 20 Jahren auffallen , macht die Erziehung zu einer kompetenten Medienerziehung zusätzlich schwer für Eltern und Erzieher. "Die Zahnhygiene ist vielleicht vergleichbar, so Petra Franetzki (Leiterin des DRK FZ) Für Kinder ist der drohende Zahnverlust aufgrund mangelnder Zahn-und Mundhygiene nicht ersichtlich und die Eltern sind in der Pflicht ein Bewusstsein durch regelmäßiges Putzen und Zahnarztbesuche zu schaffen. Wobei die Zähne ja zumindest einmal nachwachsen oder gar durch Prothesen ersetzt werden können, die Flimmerhärchen im Ohr aber nie mehr. - somit die Möglichkeiten unserer Kinder im späteren Lebens-und Arbeitsalltag stark von dem jetzigen Hörverhalten abhängig ist."
Für aufkommende Fragen bieten wir in unserer Elternsprechzeit, montags von 9-21:00 Uhr / Termin nach Absprache, Gelegenheit zum Austausch und halten Informationsmaterial bereit.
(Text und Foto: Franetzki)

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